TECHNIK

Studie: Hilfeleistungslöschfahrzeug - HLF 50
Amtl. Kennzeichen D US xxxx     Baujahr  
Funkrufname Florian Düsseldorf xx - xx - xx   Geliefert  
Fahrgestell Mercedes-Benz Econic Erstzulassung  
Aufbau/Ausbau   In Dienst  
Technik   Ausser Dienst  
Beladung  
Besonderheit  
Standort vermutlich FRW 4
Findige Mitglieder des investigativen Truckenmüller-Forums haben aus dem Geheimlabor der Abteilung 37/4-Q einiges in Erfahrung gebracht. DW gelang es, aus vielfältigen Informationsquellen soviel Daten zu sammeln, dass die bekannten vorbildgetreue Abbilder vom Original kaum mehr zu unterscheiden sein werden.
Als Nachfolge-Prototyp für die aktuellen HLF auf Atego-Basis wird ein in Zusammenarbeit mit der Industrie entwickeltes Versuchsfahrzeug probeweise in Dienst gestellt werden. Bei der Konzeption des Fahrzeugs blieb der Aufbau nahezu unverändert, bei der Kabine wurden jedoch völlig neue Wege beschritten. Durch die Verwendung des serienmäßigen Econic-Fahrgestells ist die Kabine auf der gesamten Länge breiter als der Vorgänger.
In der ersten Reihe konnte deswegen zwischen Fahrer und Gruppenführer ein vollwertiger weiterer Platz (Azubi/ Gruppenführer-Assistent) integriert werden. Hilfreich ist dabei zusätzlich die Stehhöhe des Econic-Fahrerhauses, die es erlaubte, die Gruppenführer- relevante Ausrüstung in übersichtlichen und wohlgeordneten Overhead-Center Compartments (OCC) zu verstauen. Beim Verlassen des Fahrzeuges bietet sich dem Gruppenführer die Option, die benötigten Gegenstände oder Unterlagen bequem im Stehen zu entnehmen.
Eine Einsatzwertsteigerung konnte auch durch den zusätzlichen mittleren Sitzplatz erreicht werden, da pro HLF sechs Atemschutzgeräteträger sofort einsatzbereit sind. In Addition mit einem weiteren gleichen HLF ergibt sich durch zwei besetzte vordere Mittelplätze ein zusätzlicher Trupp z. B. als Sicherungstrupp, d.h. fünf statt vier Trupps pro Dreifahrzeug-Löschzug.
In der zweiten Sitzreihe befinden sich analog zu dem aktuellen HLF zwei Plätze entgegen der Fahrtrichtung. Die Lagerung der gesamten Ausrüstungsgegenstände der vier hinteren Atemeschutz träger wurde jedoch links und rechts neben die beiden Plätze der hinteren Sitzreihe (mittig zwei Plätze mit Atemschutz - Sitzen von Bostrom im Rucksack wie bei den bisherigen HLF) verlagert.
Verwendung fand dabei ein neuentwickeltes Regalsystem (Action Rack - AR), das jeweils für zwei Ausstattungspakete (Fire Fighter Packages - FFP) ausgelegt ist.Zwischen den beiden mittleren Plätzen befindet sich ein erhöht liegender einfacher Sitzplatz z.B. für Auszubildende (Trainee Compartment – TC).
Die Sitzerhöhung ergibt sich aus der im Vergleich zum Atego etwas weiter hinter und höher liegenden Motoreinheit des Econic sowie dem höheren Rahmen.Zusätzlich positiv ist dabei, dass die beiden Trupps ohne Verzögerung das Fahrzeug verlassen können und der Azubi als letzter aussteigt. Wie der Name schon sagt, konnte die Pumpenleistung problemlos auf 5000 L/min gesteigert werden, dafür werden neben einem F, 2 A-Eingängen auch 5-B-Eingänge im GR als Einspeisung vorgesehen. Mit der Leistungssteigerung wird ein neuer Weg beschritten, um vom AB-Wasserförderung (HFS) nahtlos in einer Kette weiter fördern zu können.  


AB-PT4000

Ergänzt wird das HLF durch eine versuchsweise geplante TLF-Variante. Dazu wird ein AB-PT4000 (entspricht einem TLF 20/40-SL bzw. dem künftigen PTLF 4000) auf ein Econic-WLF geladen und steht einsatzbereit in der Wache als drittes Zugfahrzeug der FRW4.Zusätzlich wurde eine Umfeldbeleuchtung zu allen vier Seiten und ein Lichtmast installiert.Die Entnahmehöhe der Geräteräume erhöht sich durch die Verwendung des Strassenfahrgestells im Vergleich zu den Allradfahrgestellen nicht, als Aufstieghilfe dienen von Ziegler neu entwickelte, aus den Geräteräumen  herausziehbare Auftritte. Um dem Manko der fehlenden Geländetauglichkeit etwas entgegen zu setzen, wurde eine völlige Neuentwicklung beschritten.
Die technische Ausrüstung des AB-PT4000 entspricht zwar jener der aktuellen TLF 20/40-SL der BF Düsseldorf, allerdings besitzt der AB-PT4000 zum Pumpenantrieb einen eigenen Motor von Tognum, der ca. 500 kW leisten soll. Dieser ermöglicht den Betrieb des AB PT4000 unabhängig vom Trägerfahrzeug am Einsatzort. Über ein absenkbares luftbereiftes Lafettenlaufwerk (im AB-Boden integriert) kann er nach dem Absatteln ähnlich einer selbstfahrenden Haubitze vor Ort in gewissen Grenzen selbst manövriert werden. Der Steuerstand dafür befindet sich am Werferbedienstand, so hat der Fahrer/Maschinist auch eine bessere Übersicht.
Da in den Boden des AB Hohlkörper eingebaut sind, ist er schwimmfähig, sofern mindestens die Hälfte des Wassers abgelassen wird. Der Antrieb im Wasser erfolgt mit der eingebauten PFP-N 10-5000 (baugleich zu der im HLF 50) über 2 Heckstrahldüsen sowie 2 Frontstrahldüsen, je im AB-Rahmen.Die ersten Mitarbeiter der FRW 4 sollen sich bereits zu Lehrgängen für das Tanklöschbootpatent (TLBP) angemeldet haben.
 
Fahrzeugfotos

© Jürgen Truckenmüller, Düsseldorf - letzte Änderung: 01.04.2011