Findige Mitglieder des investigativen
Truckenmüller-Forums haben aus dem Geheimlabor der Abteilung 37/4-Q einiges
in Erfahrung gebracht. DW gelang es, aus vielfältigen Informationsquellen
soviel Daten zu sammeln, dass die bekannten vorbildgetreue Abbilder vom
Original kaum mehr zu unterscheiden sein werden.
Als
Nachfolge-Prototyp für die aktuellen HLF auf Atego-Basis wird ein in
Zusammenarbeit mit der Industrie entwickeltes Versuchsfahrzeug probeweise in
Dienst gestellt werden.
Bei der Konzeption des Fahrzeugs blieb der Aufbau nahezu unverändert, bei
der Kabine wurden jedoch völlig neue Wege beschritten. Durch die
Verwendung des serienmäßigen Econic-Fahrgestells ist die Kabine auf der
gesamten Länge breiter als der Vorgänger.
In der ersten Reihe konnte deswegen zwischen Fahrer und Gruppenführer ein
vollwertiger weiterer Platz (Azubi/ Gruppenführer-Assistent) integriert
werden. Hilfreich ist dabei zusätzlich die Stehhöhe des
Econic-Fahrerhauses, die es erlaubte, die Gruppenführer- relevante
Ausrüstung in übersichtlichen und wohlgeordneten Overhead-Center
Compartments (OCC) zu verstauen. Beim Verlassen des Fahrzeuges
bietet sich dem Gruppenführer die Option, die benötigten Gegenstände oder
Unterlagen bequem im Stehen zu entnehmen. Eine
Einsatzwertsteigerung konnte auch durch den zusätzlichen mittleren Sitzplatz
erreicht werden, da pro HLF sechs Atemschutzgeräteträger sofort
einsatzbereit sind. In Addition mit einem weiteren gleichen HLF ergibt sich
durch zwei besetzte vordere Mittelplätze ein zusätzlicher Trupp z. B. als
Sicherungstrupp, d.h. fünf statt vier Trupps pro Dreifahrzeug-Löschzug.In
der zweiten Sitzreihe befinden sich analog zu dem aktuellen HLF zwei Plätze
entgegen der Fahrtrichtung. Die Lagerung der gesamten Ausrüstungsgegenstände
der vier hinteren Atemeschutz träger wurde jedoch links und rechts neben die
beiden Plätze der hinteren Sitzreihe (mittig zwei Plätze mit Atemschutz -
Sitzen von Bostrom im Rucksack wie bei den bisherigen HLF) verlagert.
Verwendung fand dabei ein neuentwickeltes Regalsystem (Action Rack - AR),
das jeweils für zwei Ausstattungspakete (Fire Fighter Packages - FFP)
ausgelegt ist.Zwischen den beiden mittleren Plätzen befindet sich
ein erhöht liegender einfacher Sitzplatz z.B. für Auszubildende (Trainee
Compartment – TC). Die Sitzerhöhung ergibt sich aus der im
Vergleich zum Atego etwas weiter hinter und höher liegenden Motoreinheit des
Econic sowie dem höheren Rahmen.Zusätzlich positiv ist dabei,
dass die beiden Trupps ohne Verzögerung das Fahrzeug verlassen können und
der Azubi als letzter aussteigt. Wie der Name schon sagt, konnte
die Pumpenleistung problemlos auf 5000 L/min gesteigert werden, dafür werden
neben einem F, 2 A-Eingängen auch 5-B-Eingänge im GR als Einspeisung
vorgesehen. Mit der Leistungssteigerung wird ein neuer Weg beschritten, um
vom AB-Wasserförderung (HFS) nahtlos in einer Kette weiter fördern zu
können.
AB-PT4000
Ergänzt wird das HLF durch eine versuchsweise
geplante TLF-Variante. Dazu wird ein AB-PT4000 (entspricht einem
TLF 20/40-SL bzw. dem künftigen PTLF 4000) auf ein Econic-WLF geladen und
steht einsatzbereit in der Wache als drittes Zugfahrzeug der FRW4.Zusätzlich
wurde eine Umfeldbeleuchtung zu allen vier Seiten und ein Lichtmast
installiert.Die Entnahmehöhe der
Geräteräume erhöht sich durch die Verwendung des Strassenfahrgestells im
Vergleich zu den Allradfahrgestellen nicht, als Aufstieghilfe dienen von
Ziegler neu entwickelte, aus den Geräteräumen
herausziehbare Auftritte.
Um dem Manko der fehlenden
Geländetauglichkeit etwas entgegen zu setzen, wurde eine völlige
Neuentwicklung beschritten. Die technische Ausrüstung des AB-PT4000
entspricht zwar jener der aktuellen TLF 20/40-SL der BF Düsseldorf,
allerdings besitzt der AB-PT4000 zum Pumpenantrieb einen eigenen Motor von
Tognum, der ca. 500 kW leisten soll. Dieser ermöglicht den Betrieb des AB
PT4000 unabhängig vom Trägerfahrzeug am Einsatzort. Über ein absenkbares
luftbereiftes Lafettenlaufwerk (im AB-Boden integriert) kann er nach dem
Absatteln ähnlich einer selbstfahrenden Haubitze vor Ort in gewissen Grenzen
selbst manövriert werden. Der Steuerstand dafür befindet sich am
Werferbedienstand, so hat der Fahrer/Maschinist auch eine bessere Übersicht.
Da in den Boden des AB Hohlkörper eingebaut sind, ist er schwimmfähig,
sofern mindestens die Hälfte des Wassers abgelassen wird. Der Antrieb im
Wasser erfolgt mit der eingebauten PFP-N 10-5000 (baugleich zu der im HLF
50) über 2 Heckstrahldüsen sowie 2 Frontstrahldüsen, je im AB-Rahmen.Die
ersten Mitarbeiter der FRW 4 sollen sich bereits zu Lehrgängen für das
Tanklöschbootpatent (TLBP) angemeldet haben. |