BERUFSFEUERWEHR

Die Feuer- und Rettungswache 5 - Nord
22.07.2010
Oberbürgermeister Dirk Elbers eröffnet die neue Wache offiziell/Stadt investiert 10,9 Millionen Euro

Oberbürgermeister Dirk Elbers hat am Donnerstag, 22. Juli, die neue Feuerwache im Düsseldorfer Norden offiziell in Betrieb genommen. Rund 10,9 Millionen Euro hat die Stadt in den Neubau an der Flughafenstraße 65 investiert. Ursprünglich waren Kosten von 11,3 Millionen Euro kalkuliert worden. Günstige Ausschreibungsergebnisse haben zu der Einsparung geführt. Die neue Feuerwache 5 wird die Versorgung der Menschen durch Feuerwehr und Rettungsdienst in den nördlichen Stadtteilen der Landeshauptstadt weiter verbessern.

"Mit dem Neubau bekommt der Düsseldorfer Norden eine Top-Feuerwache, die modernsten baulichen Ansprüchen genügt. Düsseldorf hat damit eine der modernsten Feuerwehren Deutschlands. Nirgendwo sonst wurde in den vergangenen zehn Jahren derart viel in die Feuerwehr investiert – insgesamt über eine halbe Milliarde Euro ins Personal, in die Ausstattung und in die Feuerwachen ", betonte der Oberbürgermeister. Die Bruttogeschossfläche der neuen Wache beträgt 3.721 Quadratmeter. Das Haus hat drei Geschosse. Es ist nicht unterkellert und massiv gebaut. Die neue Feuerwache bietet Platz für sieben Feuerwehrautos sowie – angegliedert – eine Rettungswache mit fünf Stellplätzen für Rettungsdienstfahrzeuge.

 

Im Gebäude gibt es eine Werkstatt, eine Waschhalle und Sozialräume. Das erste Obergeschoss bietet Platz für eine Küche mit Speiseraum, Schulungs- und Versammlungsräume und einen Sportraum. Ruheräume, Sanitärräume und die zugehörigen Spindräume sind im zweiten Obergeschoss angesiedelt. Auch über eine Tankstelle und Parkplätze für die dort arbeitenden Feuerwehrleute verfügt die neue Wache. Der Hof des Gebäudes kann für Übungen genutzt werden. Das Amt für Gebäudemanagement hatte sowohl Entwurfsplanung als auch Projektfertigung  und -steuerung für den Neubau übernommen.

Die Fahrzeughallen sind aus Stahlbetonfertigteilen als Durchfahrtshallen errichtet worden. Das heißt: Die Feuerwehrleute steuern ihre Fahrzeuge über den Innenhof hinein, können jedoch bei Alarm unmittelbar auf der anderen Seite auf die Straße herausfahren. Um die Ausfahrzeit kurz zu halten, wurde eigens eine Anbindung an den Nordstern geschaffen. So gelangen die Einsatzkräfte zur Autobahn A 44 und zur Bundesstraße B8n. Der Sozialtrakt und die Fahrzeughallen erhielten ein begrüntes Dach. Fassadenteile der Fahrzeughallen sind mittels Rankpflanzen begrünt. Wegen der Nähe zu Flughafen und Autobahn bekam die neue Wache Aluminiumfenster der Schallschutzklasse 4. Die Fahrzeughallen erhielten als Außenwandverkleidung wärmegedämmte Sandwichelemente.

 

Auf energetischem Gebiet ist die neue Wache ebenfalls vorbildlich. Dem Bau liegt ein Konzept nach Energieeinsparverordnung "minus 30 Prozent" zugrunde. Dies wird unter anderem durch Erdwärmenutzung und dezentrale Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung für Be- und Entlüftung erzielt. Auf dem Dach ist eine Photovoltaik-Anlage errichtet worden. Das Gebäude hat ebenerdige Zugänge, einen behindertengerechten Aufzug und eine behindertengerechte Toilette. Die Kosten für die behindertengerechte Anpassung des Aufzugs und der Toiletten sowie die rollstuhlgerechten Türen betragen rund 20.000 Euro.

Dem Neubau der Feuerwache war eine Organisationsuntersuchung von Feuerwehr, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz vorausgegangen. Der Gutachter kam dabei zu dem Ergebnis, dass die Versorgung im Düsseldorfer Norden durch eine neue Wache verbessert werden muss. Die neue Feuer- und Rettungswache fügt sich ab sofort in den neu geplanten nördlichen Brandschutzabschnitt ein. Zuvor waren erhebliche Änderungen im Einsatzleitrechner der Feuerwehr vorgenommen worden, damit eine korrekte Zuordnung der Einsatzorte für den Löschzug 5 und die Rettungsdienstfahrzeuge erfolgen kann. Neben den regulären Aufgaben hat jede Feuerwache eine Sonderaufgabe. Das Personal der Wache 5 wird bei einem eventuellen Unglück mit Massenanfall von Verletzten eingesetzt. Deshalb wurden dort spezielle Rettungsdienstfahrzeuge stationiert. 50 Mitarbeiter versehen von nun an ihren Dienst an der Flughafenstraße, wovon elf 24-Stunden-Dienst verrichten.

 
 
     
     
     
     
     

© Jürgen Truckenmüller, Düsseldorf - letzte Änderung: 22.07.2010